Bereits in der zweiten Woche befindet sich die A-Jugend des Sportbund DJK Rosenheim in der Vorbereitung zur anstehenden Landesliga Saison. Als Tabellenführer der abgebrochenen Bezirksoberliga Saison 2019/20 schaffte man direkt die Rückkehr in die Landesliga. Ab Anfang September soll dort in zwei Neuner Gruppe die Saison starten.

Als neuer Trainer konnte Ünsal Turgut gewonnen werden. Wir stellen ihn im Interview vor.

Deine bisherigen Stationen als Trainer?
Meine „Karriere“ begann als Jugendtrainer in Bad Aibling (C-Jugend). Damals war ich selbst noch aktiv. Nach meiner aktiven Zeit habe ich den TSV Irschenberg, etwas später die zweite Herrenmannschaft des SV DJK Kolbermoor trainiert.

Der Sportbund ist also nicht deine erste Station als Jugendtrainer. Was erwartest du was anders sein wird im Gegensatz zu Herrenmannschaften, welche du zuletzt trainiert hast?
Wie gesagt, war ich schon mal als C-Jugend-Trainer tätig. Der Unterschied zum Herrenbereich ist, dass man noch die Möglichkeit hat, junge Erwachsene zu formen. Sie sind viel offener für „neues“, als ein Spieler, der schon einige Jahre im Herrenbereich tätig ist.
Aktuell ist die Motivation der Mannschaft hoch und die Trainingsbeteiligung sehr gut. Auch das ist ein Unterscheid zu den Herren im Amateurbereich.

Die Mannschaft hat den Aufstieg in die Landesliga geschafft. Es wird wohl in einer Neunergruppe gespielt. Leichte Gegner sind nicht in Sicht. Deine sportlichen Ziele mit der Mannschaft?
Gratulation an dieser Stelle an meinen Vorgänger Peter Ilchmann. Er hat mir wahrlich das Leben nicht leichter gemacht. Was die neue Saison angeht, müssen wir schnell in tritt kommen. Wir sind allerdings überzeugt, dass unsere Mannschaft das schaffen kann.
Wir werden unser Bestes geben und am Ende sehen wir, was wir erreicht haben.

Viele Spieler haben die Mannschaft Richtung Herrenbereich verlassen. Was waren deine Eindrücke vom Kader in der ersten Trainingswoche?
Man merkt den Jungs die Coronaunterbrechung etwas an. Ich denke jedoch, dass wir in einigen Wochen den Trainingsrückstand aufgeholt haben. Die Qualität der Mannschaft ist hoch, daher sind wir für die Zukunft recht zuversichtlich.

Der Sportbund hat das Ziel seine Jugendspieler an den Herrenbereich heranzuführen. Für die A-Jugend immer ein schwerer Spagat. Einerseits die Chance bei den Herren Spielpraxis zu sammeln, andererseits schwächt dies an manchen Spieltagen die A-Jugend. Deine Einstellung zur Abstellung von Spielern für Herrenspiele?
Meine persönliche Meinung zu dem Thema ist, dass die Jugendspieler so schnell wie möglich die Scheu vor den Herren verlieren müssen.
Wir werden, so wurde es bisher mit unserer Abteilungsleitung und unserem Jugendkoordinator besprochen, bereits in einigen Trainingseinheiten den einen oder anderen an die Herren abgeben. Hierdurch erhoffen wir uns, dass die Jugend schnell im Herrenbereich ankommt.
Was den Fall „Abgeben“ von jungen Spielern an das Herrenteam angeht, sehen wir es nicht als „Schwächen“ des eigenen Teams an, sondern eher als eine Bestätigung unserer Arbeit im Jugendbereich.

Abteilungsleiter Thomas Leppert ergänzt:
“Wir sind total überzeugt von Ünsal. Er hat eine klare Spielidee und möchte mit der U23 und der Herren Landesliga Mannschaft eng zusammenarbeiten. Er hat eine tolle Ausstrahlung. Bei ihm steht die Ausbildung der Jungs absolut im Vordergrund. Sein Co-Trainer Hamda Annabi rundet das Ganze ab.”

Der Sportbund wünscht Ünsal und seinem ebenfalls neu an die Pürstlingstraße gewechselten Co-Trainer Hamda Annabi viel Spaß und Erfolg in der anstehenden Saison.

Foto von links: Sasa Stoleski, Jugendkoordinator Großfeld, A-Jugendtrainer Ünsal Turgut, Co-Trainer Hamda Annabi und Abteilungsleiter Thomas Leppert